Landesregierung zeigt sich desinteressiert
Als ausgesprochen nichtssagend und desinteressiert bewertet der Wustermarker CDU-Vorsitzende Halvor
Adrian die Antwort der Landesregierung auf die kleine Anfrage des energiepolitischen Sprechers der CDU-Landtagsfraktion
Steeven Bretz zum geplanten GuD-Kraftwerk in Wustermark (Antwort als pdf-datei).
In einer Pressemitteilung erklärte Adrian hierzu:
„Die Landesregierung drückt sich in ihrer Antwort bewusst um Aussagen zur künftigen Energiepolitik des Landes und insbesondere
zur Zukunft der Braunkohleverstromung. Wollte man die Energiestrategie 2020 des Landes ernst nehmen, müsste der Netzanschluss
eines so großen Kraftwerkes Wustermark z.b. das Aus für das Kraftwerk Schwarze Pumpe bei Spremberg bedeuten. Anders könnte
das Ziel einer 20%igen Senkung der CO2-Emissionen bis 2020 gar nicht realisiert werden. Auch ein weiteres Ziel der Energiestrategie,
nämlich die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien in unserem Land bis 2020 auf 20%, wird durch fossile Megaprojekte
wie das in Wustermark konterkariert.
Als Armutszeugnis für die Landesregierung bewerte ich insbesondere, wie gleichgültig die Landesregierung mit Einsprüchen
und Befürchtungen der Bevölkerung umgeht. Offenbar ist man in Potsdam der Meinung, mit Durchführung des Raumordnungsverfahrens
habe man seine Pflicht und Schuldigkeit getan. Aber das ist nicht so: Die Landesregierung müsste sich in dieser Phase
der Planungen aktiv in die Suche nach Kompromisslösungen zur Verbesserung der Akzeptanz des Projektes einbringen. Stattdessen
setzt sie zu 100% auf die bisherigen Planungen des Investors. Die Landesregierung wird damit den hohen Maßstäben, die
sie selbst in der Energiestrategie 2020 aufgestellt hat, überhaupt nicht gerecht.“
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